MUNGA

Historische Freiwillige Feuerwehr Klausdorf

Hier möchten wir Ihnen "Tabata" und "Lilly" vorstellen:

MUNGA

Allgemeines:
Beim umgangssprachlich als "Munga" (Mehrzweck-Universal-Geländefahrzeug mit Allradantrieb) bezeichnetem Fahrzeug handelt es sich um einen DKW-Geländewagen, der insbesondere bei der Bundeswehr, Katastrophenschutzverbänden, Bundesgrenzschutz, Bereitschaftspolizei, Niederländische Armee, britische Militär in Berlin und später auch bei der Feuerwehr zum Einsatz kam, aber auch in "zivilen" Ausführungen  für die Landwirtschaft produziert wurde.

Insgesamt wurden 46.700 Fahrzeuge vom MUNGA Typ  4 / 6 / 8 in der Zeit von
1956  bis 1968 in Ingolstadt hergestellt. Weitere 7.848 Fahrzeuge wurden im Lizenzbau in Brasilien unter dem Namen CANDANGO gefertigt.

Der Geländewagen aus Ingolstadt überzeugte die Tester in der Erprobung durch seine außergewöhnlich gute Geländetauglichkeit. In der Erprobung für die neu aufgestellte Bundeswehr - der Hauptauftraggeber - gewann der MUNGA gegen den Landrover, den Willys Jeep und das Zündapp KS 601-Gespann.

Der Preis für einen MUNGA lag bei ca. 10.305,- DM, das entsprach der damaligen Kaufsumme von bis zu 4 VW - Käfern.

Auch die Freiwillige Feuerwehr Klausdorf hatte einen MUNGA F 91/4 im Bestand.

 

Daten:  
Fahrzeugtyp: DKW MUNGA F91/8
Hersteller: AUTO  UNION
Baujahr: 1967
Sitzplätze: 8
Wattiefe: 50 cm
Steigfähigkeit: 45 Grad
Hergestellt: ca. 7130 Fahrzeuge
Motor: Dreizylinder - Zweitakt
Hubraum: 974 ccm
Leistung: 32 KW / 44 PS
Höchstgeschwindigkeit: 90 km/h
Kraftstoffverbrauch: 12 bis 20 Liter / 100 km
Getriebe:

8 Vorwärts- und
2 Rückwärtsgänge

Länge: 3,595 Meter
Breite: 1,830 Meter
Höhe: 1,915 Meter
Wendekreis: 11,70 Meter
Nutzlast: 570 kg
Elektrik: 24 Volt
Lichtmaschine: 600 Watt

Bezeichnung
der Bundeswehr:

Lkw 0,25t AUTO UNION






Geschichte diese Fahrzeuges:

1967 Y-134 135 Bundeswehr - Aufklärungsbataillon Regensburg
1982 CHA - 2112 Freiwillige Feuerwehr Völling
2003 OS - YC 918 H Privatperson - Osnabrück
2004 PLÖ WM 1 Klausdorf

Dieser MUNGA ist laut Gutachten für Oldtimer - Fahrzeuge nach § 21c StVZO des TÜV - Nord vom 03.11.2003 ein "technisches Kulturgut in
einem erhaltungswerten Zustand"
und ist damit berechtigt am Ende des Kennzeichens ein "H" für historisches Fahrzeug zu tragen.

Name des Fahrzeugs:  Tabata
Funkrufname: 11 / 11 / 2 a.D.

 

Und nun kommen wir zu "Lilly":

                           Hercules Kraftrad K 125 Bw Variante 1

Allgemeines:

Dieses über drei Jahrzehnte in der Bundeswehr genutzte Motorrad
( später Leichtkraftrad = EU - Bestimmungen ) hat den Vorteil,
dass fast alle Wartungsarbeiten
und Reparaturen vom Fahrer selbst durchgeführt werden können.
Abgesehen von der Betankung mit Kraftstoffgemisch ( 1 : 25 )
ist das Krad ein sehr unproblematisches Fahrzeug.

Insgesamt wurden ca. 14.000 Fahrzeuge der Hercules Varianten 1 und 2 in der Zeit von 1969  bis 1989 ( Variante 1 ) und von 1989 bis 1992 ( Variante 2 ) in Nürnberg hergestellt.

Diese Krafträder wurden durch die Streitkräfte und später auch
durch das Rote Kreuz und die Feuerwehr für den Meldeverkehr und Regulierungsaufgaben auf der Straße und im Gelände genutzt. Die Bundeswehr hat die Herculeskräder ( Variante 2 ) 2004 aus der Nutzung genommen.

Daten:
 

Hersteller                     : Nürnberger Herculeswerke
Baujahr                        : 1973
Hubraum                      : 122 ccm
Leistung                       : 9,2 KW / 12,5 PS Sachs-Motor
Sitzplätze                     : 2
Wattiefe                       : 30 cm
Steigfähigkeit               : 55 Grad
Höchstgeschwindigkeit : 100 km/h
Hergestellt                    : ca. 14,000 Fahrzeuge
Motor                            : Einzylinder � Zweitakt
Getriebe                        : 5 Vorwärts
Länge                            : 2,035 Meter
Breite                            : 0,930 Meter
Höhe                             : 1,060 Meter
Nutzlast                        : 170 kg
Elektrik                          : 6 Volt
Lichtmaschine               : 18 Watt
Kraftstoffverbrauch       : 5 bis 7 Liter / 100 km
Bezeichnung der Bundeswehr: KRAD, gl Hercules ( K-125 ) Variante 1

 

Geschichte dieses Fahrzeugs:

1973    Y-                          Bundeswehr                    
1987     PLÖ-PX 39          Deutsches Rotes Kreuz    
2004    PLÖ WM 112        Klausdorf


Name des Fahrzeugs:   Lilly
Funkrufname:                11 / 15 / 1 a.D.